"Auenwald und Dünenberg - Der Hinübersche Garten"

Das Kloster Marienwerder aus dem 12. Jh. im Nordwesten Hannovers gehört zu den ältesten Gebäuden der Region Hannover. Der Klosteramtmann Jobst Anton von Hinüber (1718-84) gestaltete 1766-74 einen der beiden ersten Landschaftsgärten im englischen Stil auf deutschem Boden auf den Ländereien, die das Kloster umgeben. Von Hinüber tat dies ohne die ursprüngliche Landschaft, die als Auenland von der nahegelegenen Leine geprägt war, komplett umzubauen. So haben sich nicht nur Reste des ehemaligen Auwalds, sondern auch etliche Binnendünen aus der Zeit direkt nach der letzten Kaltzeit erhalten, die auf der angrenzenden Leine-Terrasse zum Stillstand gekommen sind. Die Leine, die auch heute noch am Park entlang fließt, erholt sich wieder von den Ausbaumaßnahmen der Flussufer und den jahrzehntelangen giftigen Einleitungen der Varta AG am Rossbruchgraben im heutigen Wissenschaftspark Marienwerder. Das parkseitige Ufer kann wieder an vielen Stellen ein Steilufer ausbilden und damit wertvollen Arten wie dem Eisvogel eine Lebensgrundlage geben. Jobst Anton von Hinüber war Freimaurer und ein aufgeklärter Mann seiner Zeit. Diese Eigenschaften sind an vielen Stellen des Landschaftsgartens sichtbar und haben die thematische Ausgestaltung des Parks beeinflusst. Der Sohn Gerhard von Hinüber hat den Park bis in das frühe 19 Jh. hinein weiterentwickelt und aus ihm einen romantischen Garten gemacht, der damals als Prototyp des melancholischen Gartens galt. Ab Ende des 19. Jh. geriet der Park nach und nach in Vergessenheit und im 20. Jh. wusste keiner mehr um die besondere Bedeutung dieser einmaligen Gartenanlage. Erst die Bemühungen der Stadt Hannover zur EXPO 2000 haben es geschafft wieder einige der alten Sichtachsen zu öffnen und die Grundanlage des Parks wieder erlebbar zu machen.

  • Interessante Punkte
  • Interessante Punkte
  • Kosten
  • Galerie
  • Start an der Klosterkirche und der Übersichtstafel
  • Bronzeplakette J. A. v. Hinüber bei ehem. Amtshaus
  • Flussinsel (Werder) und Obstgarten
  • Denkmal der C. v. Issendorf am Quantelholz
  • Sichtachsen im Park
  • Das Steilufer der Leine
  • Auengebiet und Terrassenlandschaft
  • Hexenturm und Symbolik des Verfalls
  • Dünenfelder
  • Wasser ist Leben, der Teich mit Blumeninsel
  • Ende am Denkmal für Gerd v. Hinüber

 

  • Das Kloster Marienwerder
  • Der Klosterforst Marienwerder
  • Wissenschaftspark Marienwerder (10 min.)









 

€ 10,- pro Person

€ 7,- ermäßigt (Studenten, Senioren ab 60, Kinder und Arbeitslose)

Dauer ca. 2 Stunden


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