NaTourMuseum - Der Ort am Hohen Ufer

Wir beginnen mit unserer Suche nach dem alten Hannover, einem mittelalterlichen Marktflecken in der Mitte des Sachsenlandes, am alten Markt. Hier in der Altstadt an der Marktkirche stehen die ältesten heute noch sichtbaren Zeugnisse der Hansestadt Hannover des 14. Und 15. Jahrhunderts. Wir gehen bis zum Kreuzkirchenviertel dort wo einstmals das Heilig-Geist-Spital, ein von armen Brüdern geleitetes Seuchenhaus stand. Die Kreuzkirche ist als letzte der drei alten Kirchen neben St. Georg und Jakobus und St. Ägidien im Nordwesten der alten Stadt nahe dem Steintor erbaut worden. In der Knochenhauerstraße blicken wir bis zum Marstall. Dort am Ende befand sich früher das Steintor, das Haupttor im Norden nach Bremen und Lüneburg. Doch wir wollen weiter zurückblicken und gehen deshalb zur Burgstraße und von da aus zur Marstallbrücke ans Hohe Ufer. An der Burgstraße befanden sich im 11. und 12. Jahrhundert noch vor der Stadtgründung die sog. Burgmannhöfe der einflussreichen adligen Familien, die in der Burg Lauenrode ihren Lehndienst zu leisteten hatten. Die Burg lag auf der anderen Seite der Leine am Brühl, einem tiefliegenden feuchten Wiesenstück in der Aue zwischen Leine und Ihme. Heute ist von der einstmals stolzen Burg nichts mehr zu sehen, da sie von den Hannoveranern im 13 Jh. geschleift und nach und nach vollständig abgetragen worden ist. Nach dem 30jährigen Krieg in der Barockzeit ist hier am Brühl die Calenberger Neustadt errichtet worden. Wir gehen am Leineufer, heute Leibnizufer, entlang und versuchen uns in vergangene Zeiten zu versetzen, aber der Zweite Weltkrieg mit seinen Bombennächten hat alle Spuren der damaligen Straßenzüge und Gebäude ausgelöscht. Wir befinden uns auf dem Leineufer gegenüber des Beginenturms wo bis in die 1940er Jahre die alte Leineinsel war. Sie wurde Klein-Venedig genannt und war seit dem Mittelalter bebaut, weil über sie die Leintorbrücke führte und damit der Weg nach Westen über die Ihme nach Linden. Der zweite Leinelauf wurde nach dem Krieg mit den Trümmern der Stadt zugeschüttet und ist heute kaum mehr zu ahnen. An dieser Stelle nahe der alten Furt über die Leine liegen die Ursprünge der Stadt Hannover. Am Leineschloss vorbei führt der Weg zum Beginenturm, der als Rest der alten Stadtmauer aus dem 14. Jh. vom Selbstbewusstsein der Bürger im Mittelalter zeugt.

Vom Hohen Ufer geht es zum Historischen Museum. Stadtarchäologische Grabungen an Leineinsel und Marstall haben vor ein paar Jahren viel Interessantes zutage gefördert, dass zum Teil in der neuen Dauerausstellung zu sehen sein wird. Der Wandel der Stadt von der mittelalterlichen Kaufmannsstadt zur barocken Festungsstadt wird an einem Modell der Stadt Hannover von 1686 nachvollzogen.

  • Kosten
  • Ablauf
  • Interessante Punkte
  • Galerie

€ 10,- pro Person (zuzgl. Museumseintritt, Café extra)

 Dauer ca. 3 Stunden (ohne Café)

  • Start am Marktplatz beim Lutherdenkmal
  • Gang bis zur Kreuzkirche
  • Kreuzkichenviertel und die Burgstraße
  • Marstallbrücke und Leibnizufer
  • ehem. Leineinsel (heute Leineufer)
  • Leintorbrücke und Beginenturm
  • Historischen Museum am Hohen Ufer
  • Thematische Führung durch die Dauerausstellung
  • Hinterher Stärkung im Museums-Café

 

 

 

  • Das Alte Rathaus
  • Die Marktkirche
  • Die Kreuzkirche
  • Die Marstallbrücke (Martin-Neuffer-Brücke)
  • Das Leineschloss (Nds. Landtag)
  • Der Beginenturm mit Stadtmauer
  • Das Historische Museum am Hohen Ufer







 

 


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