„An Leine, Ihme und Kanal - Die WasserRundTour in Hannover“

Vom Maschpark aus fahren wir an der Stadt-Leine entlang nach Süden zum Maschsee. Dort geht es weiter zwischen Maschsee und Leine bis zum Wehr am Schnellen Graben. Dort begutachten wir die Ausbaumaßnahmen, die das baufällige historische Wehr instand setzen sollen. Das moderne Entlastungswehr nebenan verrichtet derweil seine Aufgaben und sorgt mit dem Turbinenhaus zusätzlich für eine Energiegewinnung von ca. 3 Mio. kWh aus der Wasserkraft der Leine. Weiter geht es am Schnellen Graben und der Ihme entlang um den Sportpark herum. Unter der Stadionbrücke, der Legionsbrücke und der Benno-Ohnesorg-Brücke hindurch geht es bis zu unserem nächsten Haltepunkt am Ihmeufer gegenüber vom Ihme-Zentrum. Die Ihme ist hier auf ganzer Strecke als Flutkanal ausgebaut, um im Falle von Hochwasser-Ereignissen das Leinewasser schnell und ohne große Schäden durch die Innenstadt von Hannover zu führen. Wir halten am Fährmannsufer in Linden- Nord und schauen uns den Zusammenfluss von Ihme und Leine an. Ein natürlicher Zufluss der Ihme existiert hier schon seit dem Mittelalter nicht mehr. Heute besteht die Ihme zu 95% aus dem umgeleiteten Wasser der Leine. Weiter nördlich an der Leine sehen wir die große Wehranlage zwischen Herrenhausen und Limmer, die wir uns in der zweiten Hälfte der Tour genauer ansehen. Jetzt geht es nach Alt-Limmer, wo wir uns über den Standort der alten Burg Limbere in der Aue der Leine Gedanken machen. Nebenan auf dem Gelände der ehem. Continental-Werke entsteht in Zukunft die Wasserstadt Limmer als neues Wohnviertel am Kanal. Die Limmer Schleuse am Leineverbindungskanal bietet einen schiffbaren Weg zwischen dem Mittellandkanal und der Leine bzw. Ihme in der Stadt, und gleicht einen Niveauunterschied von gut zwei Metern aus. Der Fluss selber liegt seit der Wehranlage schon fast vier Meter tiefer als der Stichkanal Linden mit seiner Wasserhaltung bei 50,3 m ü.NN. Die Leine war bis in die Neuzeit hinein bis ungefähr zur Calenberger Neustadt schiffbar. Deshalb musste schon im 18 Jh. als die Leine hier bei Limmer für den Erhalt der Wasserspiele im Großen Garten aufgestaut worden ist, eine kleiner Kanal mit Schleuse angelegt werden, damit die kleinen Segel- und Treidelschiffe bis an die alte Stadt Hannover und ihren Stapelhafen heranfahren konnten. Der Ernst-August-Kanal ist heute nur noch eine historische Anlage an der Wasserkunst bei Herrenhausen und wird seit einigen Jahren zusammen mit den Wasserläufen am Pumpengebäude restauriert. Das große Stauwehr nebenan besteht nicht nur aus den Stautoren, die den Wasserpegel der Leine bis in die Innenstadt hinein kontrollieren, sondern verfügt auch über eine moderne Wasserkraftanlage, die bei einer Fallhöhe von ca. 2,2 m eine Jahresleistung von ca. 5 Mio. kWh erbringt. Die Fahrt zurück in die Innenstadt geht durch die Steintormasch und hält in der Nähe des ehem. Stadthafens von Hannover, der unweit der Glocksee und des mittelalterlichen Stapelplatzes ab 1917 für mind. 10 Jahre als Güterumschlagshafen der Stadt Hannover benutzt worden ist, bevor die neuen größeren Hafenanlagen am Mittellandkanal ihn überflüssig gemacht haben. Am Ende der Tour nach einer windungsreichen Fahrt durch die Calenberger Neustadt erreichen wir das alte Mühlenwehr der Stadt Hannover am Friedrikenplatz. Dort hat der Bau einer Wassermühle seit dem Mittelalter den Lauf der Leine um die ehem. Leineinsel herum behindert. Die Flusswasserkunst, die dort am Ende des 19. Jh. als Symbol für die Wasserversorgung der Stadt Hannover errichtet wurde, ist in den 1960er Jahren der autofreundlichen Stadtplanung geopfert worden.

  • Ablauf
  • Interessante Punkte
  • Kosten
  • Galerie

  • Start am Maschpark
  • Fahrt über den Pänner-Garbe-Weg zum Maschsee
  • Fahrt am Maschsee entlang bis zur Wehranlage am Schnellen Graben
  • Fahrt am Schnellen Graben bis zur Ihme
  • Fahrt an der Ihme entlang bis zum Fährmannsufer in Linden-Nord
  • Fahrt an der Leine in Linden-Nord entlang bis nach Alt-Limmer
  • Fahrt zum Gelände der Conti-Wasserstadt und der Limmer Schleuse
  • Fahrt am Volksbad Limmer vorbei bis zum Stichkanal Linden
  • Fahrt vom Kanal die Leine entlang bis zur Wasserkunst Herrenhausen
  • Fahrt von der Wasserkunst durch die Steintormasch
  • Fahrt durch die Calenberger Neustadt bis zum ehem. Leintor
  • Die Leine entlang bis zum alten Mühlenwehr
  • Ende der Tour am Platz der Göttinger Sieben

Wegstrecke:   15,3 km

  • Neues Rathaus
  • Maschsee
  • Ihme-Zentrum
  • Conti-Wasserstadt Limmer
  • Wasserkunst Herrenhausen
  • Herrenhäuser Gärten
  • Beginenturm/Stadtmauer
  • Leineschloss/Nds. Landtag






 

€ 15,- pro Person / € 25,- für Paare

Dauer ca. 5 Stunden (mit Pause in Limmer)


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