Hannovers Wälder sind vielgestaltig. Es gibt allein auf dem Stadtgebiet über 10 unterschiedlich große Wald- und Forstgebiete, darunter mit über 600 ha einen der größten Stadtwälder Europas, die Eilenriede. Seit über 600 Jahren schon gehört sie den Bürgern Hannovers und lag die meiste Zeit außerhalb der Stadtmauern. Seit ungefähr 100 Jahren wächst die Stadt um die Eilenriede herum und macht sie so zu einer grünen Oase. Dass diese Vereinnahmung bis heute nicht zu einem Verlust an Waldfläche geführt hat, liegt an der vorausschauenden Art der Schenkung durch die Sachsenherzöge Wenzeslaus und Albrecht im Jahre 1371, die einen maßvollen Umgang der Bürger mit ihrem Wald zur Bedingung machten. Trotzdem hat die Eilenriede im Laufe der Zeit einige Veränderungen erfahren. Sie wurde von einem Urwald zu einem Nutzwald, vom Wirtschaftswald zum Naherholungsgebiet mit teilweise parkartiger Gestaltung und in jüngster Zeit in einigen Arealen wieder zu einem Naturwald. Ob die Eilenriede ursprünglich zu dem großen zusammenhängenden Waldgebiet gehörte, das sich seit der Steinzeit von Braunschweig bis Hannover erstreckte, ist zumindest umstritten. Die Gaim und das Bockmer Holz, zwei Waldgebiete am Kronsberg im Osten von Hannover, sind Reste dieses alten Nordwaldes, wie dieser große Urwald damals genannt wurde. Obwohl sie in der Vergangenheit stark von den jeweiligen Besitzern genutzt wurden, sind sie im Kern niemals vollständig abgeholzt worden und am ursprünglichen Ort erhalten geblieben. Hier kann sich nun seit vielen Jahren, geschützt und vom Menschen unbeeinflusst, wieder ein artenreicher und somit wertvoller Laubmischwald entwickeln, der langsam aber sicher seine eigenen ökologischen Beziehungen aufbaut. Auf einem NaTourWalk (NW 8 - Die Eilenriede bei Steuerndieb) und einer naturkundlichen Radtour (NC 6 - Der alte Wald im Osten), haben interessierte Gäste die Gelegenheit mehr über die alten Wälder von Hannover zu erfahren.

 Aber nicht nur in Hannovers Wäldern, auch an anderen Orten in der Region nimmt sich NaTourWissen mit seinen Gästen Zeit für eine unverfälschte und direkte Naturerfahrung. Im Mittelpunkt jeder Tour steht eine reizvolle Route, die alle interessanten Punkte am Wegesrand ohne langes Marschieren auf angenehme Art und Weise miteinander verbindet. An diesen Punkten erzählen die naturkundlichen Führer auf unterhaltsame Weise von den Veränderungen der Naturräume und Landschaften. Die Naturwissenschaftler von NaTourWissen verstehen sich dabei als Aufklärer und vertreten eine ganzheitliche Naturkunde, die viele Aspekte miteinander vereint. Mit dem neugierigen Blick des Naturforschers erlebt man die Umwelt anders und lernt ihre verborgenen Schönheiten kennen. Wer aber die natürlichen Zusammenhänge in seiner Umgebung erkennt, kann den Wert der heimatlichen Natur besser verstehen und diese für nachfolgende Generationen erhalten. Sei es in der Eilenriede, in der südlichen oder nördlichen Leineaue, sei es am Benther Berg, im Herrmann-Löns-Park oder mitten in der Stadt – die Besonderheiten der Naturgebiete, die von NaTourWissen vermittelt werden, zeugen von der Vielfalt der Landschaften in unserer Region. Viele der schönen Orte kennen Sie vielleicht schon, andere noch nicht. Mit NaTourWissen gehen Sie nicht vorbei, sondern halten an und sehen genauer hin.

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